47. Dr.-Kleemann-Zuchtausleseprüfung 2026 in Merzen
8. bis 11. Oktober 2026 – Ein Bericht des DK-Verbandes Franken
Eine besondere Prüfung, eine starke Gemeinschaft
Die 47. Dr.-Kleemann-Zuchtausleseprüfung führte die Deutsch-Kurzhaar-Familie vom 8. bis 11. Oktober 2026 nach Merzen in Niedersachsen.

Der DK-Verband Franken war mit zehn Hundeführern, fünf Richtern, Familienangehörigen und Unterstützern vertreten.
Insgesamt machten sich rund 30 Personen aus Franken auf den Weg, um bei dieser bedeutenden Zuchtausleseprüfung dabei zu sein. Zehn Gespanne waren offiziell für den DK-Verband Franken gemeldet. Hinzu kam mit Jochen Mühlböck aus Österreich ein weiterer Hundeführer (Mitglied beim DK-Franken, gestartet für den ÖKK), der unserer Gruppe eng verbunden ist.
Für die teilnehmenden Hundeführer war die Reise nach Merzen der Höhepunkt einer langen und intensiven Vorbereitungszeit. Unzählige Stunden wurden in die Ausbildung der Hunde investiert. Viele Kilometer mussten zurückgelegt werden, um geeignete Niederwildreviere, passende Wasserflächen und gute Übungsmöglichkeiten zu finden. Neben dem enormen zeitlichen Aufwand bedeutete dies auch erhebliche finanzielle Aufwendungen.

Schon die Qualifikation und die Teilnahme an einer Dr.-Kleemann-Zuchtausleseprüfung sind eine besondere Leistung. Unabhängig vom späteren Prüfungsergebnis verdienen deshalb alle Hundeführer Anerkennung und Respekt für ihren Einsatz.
Mittwoch, 7. Oktober – Anreise nach Ankum
Ein Großteil der fränkischen Reisegruppe reiste bereits am Mittwoch an, um gut vorbereitet und ohne Zeitdruck in die Prüfungstage starten zu können.
Als gemeinsame Unterkunft diente das Vier-Sterne-See- und Sporthotel Ankum. Die großzügigen und komfortablen Zimmer sowie das ausgezeichnete, reichhaltige Frühstück boten beste Voraussetzungen für einen angenehmen Aufenthalt.

Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle unserer 1. Vorsitzenden Ilona Inzelsberger, die sich bereits mehr als ein Jahr im Voraus um die Organisation und Buchung der Unterkunft gekümmert hatte. Bei einer Reisegruppe dieser Größe ist dies keineswegs selbstverständlich. Dank ihrer frühzeitigen Planung konnten Hundeführer, Richter und Begleiter gemeinsam untergebracht werden. Zudem wurden gemeinsame Übungseinheiten an verschiedensten Gewässern und in verschiedensten Feldreviere organisiert, so dass viele Trainingseinheiten möglich waren. Fast alle Hundeführer konnten davon profitieren.
Schon bei der Anreise war die Vorfreude auf die kommenden Tage zu spüren. Gleichzeitig lag eine gewisse Anspannung in der Luft. Schließlich wartete auf die Gespanne eine der anspruchsvollsten Prüfungen im Deutsch-Kurzhaar-Wesen.
Donnerstag, 8. Oktober – Anmeldung, Auslosung und Formwertbeurteilung
Am Donnerstagvormittag begann das offizielle Prüfungsprogramm in der Schützenhalle Südmerzen.
Die Anmeldung, Auslosung und Einteilung der Prüfungsgruppen waren hervorragend organisiert und wurden zügig abgewickelt. Die Teilnehmer erhielten außerdem reichhaltig gepackte Taschen mit Werbe- und Informationsmaterial.
Insgesamt wurden 28 Prüfungsgruppen eingeteilt.
Am Nachmittag folgten die offizielle Begrüßung und die Formwertbeurteilung der Hunde. Diese war auf insgesamt drei Ringe verteilt: einen Ring für die Rüden und zwei Ringe für die Hündinnen.



weitere Fotos folgen….
Die Organisation funktionierte auch hier sehr gut.
Den mitgebrachten Formwert “V” konnten allerdings nur Erbse vom Böhlgrund und Lotte von der Königsleite erhalten. Alle anderen Hunde wurden mit “Sehr gut” bewertet.


Allerdings zeigte sich bereits am Donnerstag, dass das Wetter in den kommenden Tagen eine zusätzliche Herausforderung darstellen würde. Zeitweise setzte kräftiger Regen ein, der sowohl den Hundeführern und ihren Hunden als auch den Richtern und Helfern einiges abverlangte.
Doch trotz der widrigen Bedingungen hielten alle durch.
Am späten Nachmittag beziehungsweise Abend folgte die ausführliche Hundeführerbesprechung. Sie war informativ, gut vorbereitet und bot Gelegenheit, offene Fragen zum Prüfungsablauf zu klären.
Gleichzeitig fand hier das erste persönliche Kennenlernen der Richter und Mitführer innerhalb der einzelnen Prüfungsgruppen statt.
Nach Abschluss der Besprechung traf sich die gesamte fränkische Reisegruppe bei einem nahegelegenen Italiener zum gemeinsamen Abendessen. Auch die amerikanischen Gäste gesellten sich zu uns.

Bei gutem Essen, angeregten Gesprächen und dem einen oder anderen Absacker ließ man den ersten offiziellen Prüfungstag gemütlich ausklingen.
Doch allzu spät sollte es nicht werden: Bereits am nächsten Morgen wartete der erste und für die fränkischen Gespanne entscheidende Prüfungstag.
Freitag, 9. Oktober – Der große Prüfungstag
Am Freitagmorgen hieß es früh aufstehen. Bereits um 7:00 Uhr mussten sich die Prüfungsgruppen an ihren jeweiligen Treffpunkten einfinden.
Von dort aus ging es gemeinsam mit den Revierführern in die zugeteilten Prüfungsreviere. Teilweise waren dafür noch Fahrzeiten von bis zu einer Stunde erforderlich.
Das Wetter stellte die Teilnehmer vor erhebliche Herausforderungen. Kräftiger Wind, Regen und unangenehme Temperaturen begleiteten die Prüfungsarbeiten.
Gerade unter solchen Bedingungen zeigte sich, wie wichtig eine sorgfältige Vorbereitung der Hunde war. Die Gespanne mussten sich auf unterschiedliche Gelände- und Wildverhältnisse einstellen und ihre Leistungen unter anspruchsvollen äußeren Bedingungen zeigen.
Die Prüfungsreviere waren unterschiedlich mit Niederwild besetzt. In manchen Bereichen war erfreulich viel Wild vorhanden. Leider wurde durch Herrn Meyer Lührmann – Hauptorganisator der Reviere – mitgeteilt, dass es auch Hasen mit Myxomatose geben könnte. Diese haben kein Fluchtverhalten. Man solle darauf Rücksicht nehmen.
Besonders hervorzuheben ist der Einsatz der örtlichen Revierführer, die ihre Reviere bestens kannten und alles daransetzten, den Prüfungsgruppen geeignete Möglichkeiten für die erforderlichen Wildkontakte zu bieten.
Auch bei den Wasserarbeiten hatte die Organisation im Vorfeld einige Schwierigkeiten zu bewältigen. Durch den heißen Sommer war an manchen ursprünglich vorgesehenen Gewässern der Wasserstand zu niedrig. Hinzu kam, dass Nutrias teilweise erhebliche Schäden an den Schilfbeständen verursacht hatten.

Die Verantwortlichen reagierten rechtzeitig und konnten geeignete Ersatzgewässer organisieren, sodass die Wasserarbeiten unter entsprechenden Bedingungen durchgeführt werden konnten.
Eine besonders erfreuliche Geste war die Verpflegung der Prüfungsgruppen: Um die Mittagszeit wurden die Teilnehmer draußen im Revier von ihren jeweiligen Revierführern bestens mit einer Brotzeit versorgt.
Dafür gebührt den Revierführern und allen Beteiligten ein ausdrücklicher Dank. Gerade an einem langen, kalten und nassen Prüfungstag weiß man eine solche Versorgung besonders zu schätzen.
Nach Abschluss der Prüfungsarbeiten ging es zurück ins Prüfungslokal nach Südmerzen.
Viele Teilnehmer kamen nass und durchgefroren zurück. Bei einer heißen Tasse Kaffee oder einem wohlverdienten Bier wurden die Erlebnisse des Tages ausgetauscht. Es gab viel zu erzählen: von den Arbeiten der Hunde, den unterschiedlichen Revieren, besonderen Situationen und den Erfahrungen mit den jeweiligen Prüfungsgruppen.
Es gab schöne Nachrichten – aber auch unschöne Erlebnisse!
Hier ein paar Schnappschüsse von den erfolgreichen Gespannen.




Für sämtliche fränkischen Gespanne waren die praktischen Prüfungsarbeiten bereits an diesem Freitag abgeschlossen.
Anschließend ging es zurück ins Hotel, um sich aufzuwärmen, trockene Kleidung anzuziehen und ein wenig zu erholen.
Den Abend verbrachte die fränkische Reisegruppe bei einem gemeinsamen Essen in einem nahegelegenen griechischen Restaurant. Nach einem langen und anstrengenden Prüfungstag tat es gut, in geselliger Runde zusammenzusitzen und die Eindrücke des Tages Revue passieren zu lassen.
Samstag, 10. Oktober – Stolze Kurzhaar-Sieger
Während am Samstagvormittag noch weitere Prüfungsgruppen ihre Arbeiten absolvierten, hatten alle fränkischen Gespanne den praktischen Teil bereits hinter sich.
Damit konnte der Samstag für unsere Hundeführer etwas entspannter beginnen.
Am Nachmittag stand die Präsentation der erfolgreichen Hunde auf dem Programm.
Das Wetter zeigte sich nun etwas freundlicher. Zwar war es weiterhin windig und zeitweise fiel leichter Regen, doch die Bedingungen waren deutlich angenehmer als am Vortag.
Bei der Präsentation stellten die erfolgreichen Hundeführer stolz ihre Hunde vor, die sich mit dem Bestehen dieser anspruchsvollen Zuchtausleseprüfung den begehrten Titel Kurzhaar-Sieger (KS) verdient hatten.
Für die erfolgreichen Gespanne war dies zweifellos ein ganz besonderer Augenblick.




Die vielen Monate der Vorbereitung, die zahlreichen Übungsstunden, die weiten Fahrten in geeignete Reviere und nicht zuletzt die Anspannung während der Prüfung hatten sich ausgezahlt.
Auch für den DK-Verband Franken gab es Grund zur Freude: Vier der zehn offiziell für Franken gemeldeten Hunde bestanden die Prüfung und erhielten den Titel KS. Mit dem ebenfalls erfolgreichen Jochen Mühlböck aus Österreich waren es insgesamt fünf erfolgreiche Gespanne innerhalb unserer erweiterten Reisegruppe.

Diejenigen, die diesmal nicht Bestehen konnten, wurden von der Gruppe “DK Franken” aufgefangen. Eine Dr.-Kleemann-Zuchtausleseprüfung stellt höchste Anforderungen an Hund und Führer. Nicht immer läuft unter Prüfungsbedingungen alles so, wie man es sich nach einer langen Vorbereitung erhofft.
Gerade deshalb sind gegenseitige Unterstützung, Kameradschaft und ein respektvoller Umgang mit den Leistungen aller Teilnehmer besonders wichtig.
Hubertusmesse und festlicher Abschluss
Am frühen Samstagabend fand in der St.-Lambertus-Kirche die feierliche Hubertusmesse statt.

Ein Teil der fränkischen Reisegruppe nahm an diesem festlichen Gottesdienst teil, während sich die übrigen Teilnehmer bereits auf den anschließenden Festabend vorbereiteten.
Am Abend versammelten sich Hundeführer, Richter, Helfer und Gäste zur feierlichen Abschlussveranstaltung.
Die Organisation war auch hier hervorragend. Ein reichhaltiges und ausgesprochen schmackhaftes Buffet sorgte für das leibliche Wohl. Die Bewirtung war bestens organisiert, sodass es den Gästen an nichts fehlte.
Die Stimmung war ausgezeichnet. In zahlreichen Gesprächen wurden Erfahrungen ausgetauscht, Kontakte geknüpft und bestehende Freundschaften gepflegt.
Im Mittelpunkt des Abends standen selbstverständlich die Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse und die Ehrung der erfolgreichen Kurzhaar-Sieger.
Für die Hundeführer, die mit ihren Hunden den begehrten Titel KS erringen konnten, war dies der krönende Abschluss einer langen Vorbereitungszeit.
Auch bei der anschließenden Tombola war das Glück auf fränkischer Seite: Einer der Hauptpreise ging nach Franken und sorgte für zusätzliche Freude.
So klang der letzte gemeinsame Abend in Merzen in geselliger und kameradschaftlicher Atmosphäre aus.
Sonntag, 11. Oktober – Heimreise
Nach einem letzten gemeinsamen Frühstück im See- und Sporthotel Ankum hieß es am Sonntag Abschied nehmen.
Wie schon bei der Anreise traten die Teilnehmer die Heimfahrt individuell mit ihren eigenen Pkw an.
Alle kamen wieder wohlbehalten zu Hause an – mit vielen neuen Eindrücken, wertvollen Erfahrungen und schönen Erinnerungen an die gemeinsamen Tage in Niedersachsen.
Dank und Rückblick
Die 47. Dr.-Kleemann-Zuchtausleseprüfung in Merzen wird den fränkischen Teilnehmern sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.
Trotz des teilweise sehr schlechten Wetters war die Veranstaltung hervorragend organisiert. Die Prüfungsleitung, die Richter, Revierführer und zahlreichen Helfer sorgten dafür, dass die umfangreichen Prüfungsarbeiten unter anspruchsvollen Bedingungen durchgeführt werden konnten.
Ein besonderer Dank gilt den Revierführern, die nicht nur ihre Reviere zur Verfügung stellten und die Gruppen zuverlässig führten, sondern auch für eine ausgezeichnete Verpflegung im Feld sorgten.
Ebenso verdienen die Organisatoren Anerkennung für ihre vorausschauende Planung, insbesondere bei der Bereitstellung geeigneter Prüfungsgewässer.
Aus den Reihen des DK-Verbandes Franken waren mit Hubert Braun, Kathrin Meyer, Ursula Scriba, Rainer Seeber und Jürgen Süß auch fünf Richter im Einsatz, denen für ihre Bereitschaft und ihren Einsatz ebenfalls gedankt sei.
Nicht vergessen werden sollen die mitgereisten Familienangehörigen, Freunde und Unterstützer, die ihre Hundeführer über die gesamten Prüfungstage begleitet haben.
Ein besonderer Dank gilt nochmals Ilona Inzelsberger für die frühzeitige und hervorragende Organisation unserer gemeinsamen Unterkunft.
Vor allem aber gebührt allen Hundeführern Anerkennung, die sich mit ihren Hunden dieser besonderen Herausforderung gestellt haben.
Eine bestandene Dr.-Kleemann-Zuchtausleseprüfung ist eine herausragende Leistung. Doch bereits der Weg dorthin verlangt viel Einsatz, Ausdauer, Leidenschaft und eine enge Zusammenarbeit zwischen Hund und Führer.
Neben den jagdlichen Leistungen wird uns vor allem die gute Gemeinschaft innerhalb unserer fränkischen Reisegruppe in Erinnerung bleiben. Gemeinsame Mahlzeiten, interessante Gespräche, gegenseitige Unterstützung und die Freude am Deutsch Kurzhaar machten die Tage in Merzen zu einem besonderen Erlebnis.
Waidmannsheil allen erfolgreichen Kurzhaar-Siegern und ein herzliches Dankeschön an alle, die zum Gelingen dieser Prüfung und unserer gemeinsamen Reise beigetragen haben!
Im Anschluss folgen die Einzelberichte der elf Gespanne mit ihren jeweiligen Prüfungsergebnissen, Richterberichten und Bildern.
Stefan Betz – Führer von Jule KS vom Hirschenacker






















