Die Anforderungen an eine VGP (Meisterprüfung) sind sehr hoch! Das war schon immer so. Diese Prüfung ist eine der vielseitigsten Hundeprüfung, die ein Vollgebrauchshund ablegen kann.
Die Nennzahlen in diesem Jahr waren leider nur vier Gespanne. So mussten wir im Vorfeld eine Richtergruppe leider „ausladen“. Geplant war für den ersten Tag das Revier in Prebitz zu nutzen. Hier können die Wald- und Wasserfächer gut durchgeprüft werden. Am zweiten Tag ging es dann in die Nähe von Coburg, um die Feldfächer abzuprüfen.
Am Freitag vor der Prüfung dann der Anruf des Führers Hund Nr. 3: Die Hündin hat sich einen Nagel abgerissen und darf leider aus gesundheitl. Gründen nicht starten. Das ist immer bitter! Der Hund war vorbereitet! Wir wünschen auf alle Fälle gute Besserung.
Am Samstag traf man sich dann im Anwesen von Ilona Inzelsberger, um dort die Begrüßung – umrahmt von den Bläsern der JV Pegnitz – die Abgabe der Papiere, die Richterbesprechung usw. zu vollziehen.


Dann ging es mit den drei Gespannen und den Richtern Oliver Schwarm (RO), Kathrin Meyer und Walter Biersack zu den Waldfächern. Begleitet wurden sie durch die RA Katharina Grabinger und Matthias Nebel.
Mit der Übernachtfährte starteten die Schweißfährten. Leider musste das Gespann Nr. 1 einmal abgerufen werden. Es war wohl zu viel Wild unterwegs! Dann kamen die beiden jedoch zügig zum ausgelegten Stück.



Gespann Nr. 2 und Gespann Nr. 4 kamen ohne Abruf erfolgreich zum Stück. Am Ende einer jeder Fährte wurde das Stück Dank unserem Richter Walter Biersack verblasen.





Nach den Fährtenarbeiten wurde ans Wasser gewechselt. Hier hätten die Hunde eine sehr gute Stöberarbeit zeigen können, denn das Gewässer war ringsum mit Schilf bewachsen. Es regnete und war nicht mehr so warm, wie im ganzen Jahr……was man bei allen drei Prüflingen merkte!



Alle drei hatten beim Fach „Stöbern ohne Ente“ ihre liebe Mühe! So musste Gespann 1 leider bereits bei diesem Fach ausscheiden, da keine genügende Arbeit gezeigt wurde. Die beiden anderen Gespanne konnten gute und genügende Arbeiten zeigen.
Die Bringfächer/Schußfestigkeit wurden sehr gut gelöst.
Jetzt war es Zeit für eine Jagdpause, die bei diesem Wetter wieder bei Fam. Inzelsberger durchgeführt wurde. Danke an Kathrin Meyer, die für die notwendigen Leckereien gesorgt hatte.
Es ging danach ans Fuchshindernis – jetzt nur noch mit zwei VGP-Prüflingen. Jedoch wurde dem dritten Gespann angeboten, die Fächer, die für die QBP notwendig sind, abzuprüfen, was das Gespann dankend annahm. Die Schweißarbeit und die Schussfestigkeit waren geprüft.


Nach dem Hindernis wurden gleich im nahegelegenen Waldgebiet die Fuchsschleppen durchgeführt. Die Prüfungsleiterin hatte auch diese Schleppen ausgezeichnet, so dass die Richter keine Mühe hatten, die geforderten Schleppenlängen auszulaufen.




Die beiden VGP-Hunde meisterten die Fuchsschleppen perfekt, obwohl das Gelände sehr schwierig war (Holzeinschlaggebiet).
Für den „BP-Hund“ und den VGP-Hunden wurden die Kaninchenschleppe gezogen. Alle drei Hunde arbeiteten diese perfekt. Ebenso das Bringen.


Dann wurde umgesetzt. Die Treibjagd, das Ablegen mit Schuss, Buschieren und Stöbern stand auf dem Ablaufprogramm. Obwohl mehrfach Rehwild gesichtet wurde, arbeiteten alle Hunde sehr gut und Gehorsam.



Für den BP-Hund wurde noch eine Federwildschleppe gezogen, denn dieser brauchte den zweiten Tag nicht mehr anzureisen.
Der erste Tag war geschafft. Gespann Nr. 1 konnte sich über die Beurteilung freuen, die für einen Nachweis der Brauchbarkeit notwendig waren. Gespann Nr. 2 und 4 lagen noch voll im Rennen.
Zum Abschluss traf man sich nochmals im Hause Inzelsberger und verabredete sich für den nächsten Tag nach Coburg. Achtung: Uhrumstellung!
Am Abend wurde noch der „VGP-Kürbis“ geschnitzt, der statt eines Pokals überreicht werden sollte.
Am nächsten Morgen: Regen aus Kübeln! Das kann ja im Feld „heiter“ werden.





Zunächst wurden die Federwildschleppen erledigt. Auch hier lieferten die beiden verbliebenen Gespanne ihre Sache gut. Es folgte das „frei Verloren“ suchen eines ausgelegten Stücks. Beide machten ihre Sache sehr gut.
Der Regen ließ etwas nach und so ging es ins Feld. Bereits im ersten Rübenfeld konnten mehrere Hasen gesichtet werden. In den weiteren Suchengängen kamen die Hunde mehrfach an Hasen und Rebhühner! Was für ein toller Anblick! Vorstehen, Manieren, Nachziehen, vorstehen – abstreichen von Rebhühner – Schuss – Schussruhe – perfekt!

Gespann Nr. 2 konnte dies an Haar- und Federwild zeigen. Gespann Nr. 4 verzichtete auf den Gehorsam an Haarwild – er hatte schon eine „gelbe“ Karte. Dafür einen „Sichtlaut“ am Hasen.
Gegen Mittag waren dann alle notwendigen Fächer abgeprüft, die Richter und Richteranwärter waren sich bei der Urteilsfindung immer einig. Immer wieder wurde zwischen den absolvierten Fächern ein offenes Richten durchgeführt.
Mit einem Abschlussfoto im Feld wurde die Prüfung abgeschlossen.

Man traf sich im Suchenlokal in Coburg zu einem gemeinsamen, sehr leckeren Mittagessen. Bis dies eintraf, übernahmen Kathrin Meyer und Ilona Inzelsberger die Schreibarbeiten. Formblätter, Urkunden, Ahnentafel…..und Aufbau der Preise und Präsente.


Herzlichen Dank an Stefan Betz, der unseren Gabentisch mit Adventskalender für Hunde und leckerem Honig bereichert hat!
Die 1. Vorsitzende Ilona Inzelsberger bedankten sich als erstes beim Revierführer mit einer Einladung zum Essen, einem kleinen Dankeschön!

Er kannte das Revier bestens und wußte, wo Wild zu finden sein würde. Er hatte recht! Danke auch an den Revierinhaber – auch er erhielt ein Präsent des Vereins.
Natürlich auch herzlichen Dank an die Richter. Bei diesem Wetter war es kein Vergnügen, aber die Hunde haben es den Richtern leicht gemacht. Wie immer erhielten sie – neben einem kleinem Richtergeld – ein Präsent des Vereins.


Und auch die Richteranwärter gingen nicht leer aus. Es wären mehr erfolgreiche Gespanne nötig gewesen – jetzt müssen sie leider nochmals ran!

Am Ende blieb es, sich bei allen Helfern, Kuchenbäckerinnen, Brotzeitbesorgern, Revierinhabern usw. zu bedanken. Eine VGP auszurichten ist schon ein umfangreicher Aufwand!
Und so durften dann endlich die erfolgreichen Gespanne ihre Urkunden in Empfang nehmen.


Und als „Gag“ ging der geschnitzte Kürbis an den Suchensieger.

Dieser bedankte sich für das faire Richten, für die tolle Organisation, für die Ausbildungshilfe vom Züchter Rainer Seeber und Vorstand Ilona Inzelsberger – es hat einfach alles gepasst.
So soll es unter Jägern und Hundeleuten auch sein!
Nun ist die Prüfungssaison für den Verein abgeschlossen. Bis Ende November wird noch der Welpenkurs durchgeführt – dann ist (endlich) Pause!
- Vicky von Unterlappach 024/24 Julia Dauer, 95359 Azendorf, Oberfranken 0. Preis / 90 Punkte
- Josef vom Hirschenacker 0779/23 Wolfgang Seifert, DE, 42653 Solingen 1. Preis / 311 Punkte
- Kuba vom Hirschenacker 0102/25 André Kretzer, DE, 95512 Neudrossenfeld 1. Preis / 306 Punkte
- Amira vom Rauhen Gehau 0966/23 Michael Striegel, 86850 Fischach Nicht erschienen w/Verletzung
Wir wünschen allen Hundeführern eine gute und erfolgreiche Jagdsaison! Passt auf eure Vierbeiner auf!
Waidmannsheil und Kurzhaar voran!
Ilona Inzelsberger
- Vorsitzende des DK Franken e.V.