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IKP

IKP 2013

 

Am 18. September 2013 machte sich eine große Truppe des Fränkischen Verein Deutsch-Kurzhaar e.V. auf dem langen, beschwerlichen Weg nach Cejkovice.

12-die-franken-leider-nicht-vollzaehligFür die meisten Franken war das eine einfache Wegstrecke von mehr als 500 km einfach und mehr! Dank der Organisation von Rainer Seeber waren wir alle in einer Pension in Velké Bilovice untergebracht. Zur Pension gehörte auch ein Restaurant, in welchem wir uns sehr wohl gefühlt haben. Preis- Leistungsverhältnis haben gepasst.

Der Fränkischen Gruppe gehörten folgende Richter an:

Gabriele und Erich Stärker, Armin Prinz, Rainer Seeber, Oliver Schwarm und Josef Schmidt. Die hohe Anzahl von Richtern war auch nötig, da in diesem Jahr acht fränkische Gespanne bei der Prüfung an.

30-anmeldung-am-morgenAm 19. September ab 9.00 Uhr „deutscher Pünktlichkeit“ begann die Verlosung in den einzelnen Gruppen. Der Start hat sich etwas verzögert……aber dann kam jeder zu seinem Recht.

Hier entscheidet sich für die Hundeführer, in welche Gruppe sie sich losen, welche Richter sie bewerten, in welche Reviere sie kommen und welche Mitführer sie haben werden.

Ab 13.00 Uhr ging es dann zur Formbewertung. Hier werden alle gemeldeten Hunde nochmals vorgestellt und beurteilt.

Für die fränkischen Hunde war dies durchaus erfolgreich. Es wurden mehrfach der Formwert V für unsere Hunde vergeben.

Das Programm ging übergangslos zur Richterbesprechung über, die ab 17.30 Uhr stattfand. Hier lernten sich dann die einzelnen Führer und deren Richter an den vorgesehenen Gruppentischen das erste Mal kennen. Treffpunkte und Fahrgemeinschaften wurden hier vereinbart. Es folgte dann die Besprechung einzelner Punkte der Prüfungsordnung bzw. der Prüfung.

Den Begrüßungsabend ließen die Franken „ausfallen“, waren doch die Hundeführer und Hundeführerinnen viel zu nervös zum Feiern! Deshalb verbrachten wir den Abend im Restaurant und in froher Erwartung, was denn die nächsten zwei Tage so bringen würden!

Wie ist es den einzelnen Gespannen ergangen?

Das wollen wir in Form der Richterberichte hier wiedergeben. Die Berichtfolge entspricht der Programm-Nummer der einzelnen Hunde.

Programm-Nr. 39


17-stefanie-daiminger-mit-freya-vd-koenigsleite-u-burghardt-neubig-mit-daisy-vom-hirschenacker

 

Programm-Nr. 46


29-ilona-und-dax-ein-schoenes-foto

Programm-Nr. 47


32-georg-daiminger-und-eicka-von-der-koenigsleite-fw-sg

 

Programm-Nr. 48


15-claudia-koeltinger-mit-esko-von-der-koenigsleite-fw-v

Programm-Nr. 49


34-findus-beim-vorstehen

 

Programm-Nr. 50

Fiona von der Königsleite – geführt von Helena Behm 2. Pr/131 P. /Fw V Gestartet für den Verein Oberfranken-Haßberge

Programm-Nr. 51

Freya von der Königsleite – geführt von Hartmut Keller 0. Pr/Fw V Gestartet für den Verein DK-Rheinland

Programm-Nr. 52


16-dr-stefanie-johanshon-mit-funny-von-der-koenigsleite-fw-sg

Programm-Nr. 70


13-richard-matt-und-cyrus-vom-moosbach-fw-v

 

Programm-Nr. 77


28-kirsten-schwarm-und-mistel-vom-nonnenholz-fw-v

 

Das Gesamtergebnis konnte sich mehr als sehen lassen! Von acht für den DK-Franken gestarteten Gespannen konnten sieben bestehen! 5 x mit einem 1. Preis und 2 x mit einem 2. Preis! Gratulation an alle Führer! Das ist ein sehr gutes Vereinsergebnis.

Ein weiteres „Teamergebnis“ ist der Erfolg des Zwingers „von der Königsleite“. Hier konnten von den sieben gestarteten Gespannen 4 x 1. Preis und 1x 2. Preis erreicht werden. In der Zwingerwertung wäre es in diesem Jahr Platz 1 gewesen. Gefolgt vom Zwinger „vom Kronsberg“, der 3 x 1. Preis und 2 x 2. Preise erreichen konnte.

Leider fanden diese Leistungen dieser beiden kleinen Zwinger keine Anerkennung.

Bester Hund der Prüfung war übrigens die Hündin Violetta von Neuarenberg mit einem 1. Preis, 136 P. und 2x 4h.

Bei der Schausuche entschied man sich, den Ehrenpreis für das beste Gespann an den 91jährigen Führer Josef Hendl, Tschechien zu überreichen. Mit stehenden Ovationen nahm Hr. Hendl sichtlich gerührt den Preis entgegen.

Ich hatte das Glück, in der gleichen Gruppe, wie Herr Hendl, geprüft worden zu sein! Ein großer „kleiner“ DK-Mann, der mit aller Ruhe seinen Rüden vorgestellt hat, dazwischen als Dolmetscher für die Tschechen und Slowenen einsprang und sich dann im etwas gebrochenen Deutsch mit uns deutschsprachigen Teilnehmern unterhielt. Ihm wünsche ich weiterhin viel Gesundheit und noch viel Freude mit seinem Deutsch-Kurzhaar-Hunden.

Neben dem ganzen aufregenden Prüfungsgeschehen gab es dann am Samstag Nachmittag die Möglichkeit, sich in der Gegend etwas umzusehen. Schöne Sehenswürdigkeiten konnten in Augenschein genommen werden. Die Abende verbrachten die Franken möglichst gemeinsam. War schon eine lustige Truppe!

Herzlichen Dank auch den Richtern, die den gleichen Aufwand (Fahrtstrecke, 2 Tage Prüfung usw.) auf sich genommen haben, um unseren Verein zu unterstützen.

 

Allen Gespannen – ob erfolgreich oder auch nicht – wünschen wir weiterhin viel Freude und Erfolg mit ihren Hunden!

Waidmannsheil und Kurzhaar voran!

Ilona Inzelsberger

2. Vorsitzende des Fränkischen Verein Deutsch-Kurzhaar e.V.

 

Feldarbeit: Die Suche der Hündin im ersten Suchengang in einem etwa kniehohem Feldstück erscheint anfangs etwas kürzer und verhalten. Die Suche ist jagdlich brauchbar und konsequent. Im zweiten Suchengang in etwa gleich hoher Deckung zeigt sie eine flottere und flüssigere Suche, kommt bei diesem Suchengang auf Federwild zum Vorstehen, zieht nach und beim Schuss auf das abstreichende Wild zeigt sie Gehorsam und Manieren. Insgesamt könnte die Suche etwas „runder“ sein, deswegen nur die Note drei. Das Bringen von erlegtem Federwild – Fasan wird nach kurzer Suche mit korrektem Bringen abgeschlossen. Der Gehorsam und die Zusammenarbeit mit dem Führer entspricht den Anforderungen der Prüfung.
Wasserarbeit: Bei der Wasserarbeit zeigt die Hündin eine sehr gute Leistung auf der Schwimmspur der Ente, allerdings ist das Erlegen der aus der Deckung gedrückten Ente aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Eine tote Ente wird mit einem Schuss aufs Wasser ordnungsgemäß gebracht und zeigt eine korrekte Bringleistung. Der Gehorsam im und am Wasser und die Zusammenarbeit mit dem Führer entspricht einer sehr guten Leistung.

Dax erhielt auf der Formwertbeurteilung – trotz Pfotenverletzung und Verband – den Formwert V und kam dann in den Vor-Endring der letzten 11 Rüden.

Feld: Im ersten Gang auf einer Luzernefläche zwischen Weingärten zeigt der Rüde eine raumgreifende und von Vorwärtsdrang geprägte Suche, der anfangs das Zusammenspiel mit der Führerin fehlt. Der Rüde wird durch die Vogelangstrufe und Greifvogelrufe der im Weingarten angebrachten Vergrämungsgeräte angezogen und es bedarf der energischen Führereinwirkung um ihn wieder in die Suche zu bringen. Am Ende des Suchenganges zieht er ausdrucksvoll die Sasse eines abgelaufenen Hasen an. Im zweiten Gang, in einem sehr großen Luzerneschlag holt er mit schönem Sprung teilweise sehr weit aus, bleibt aber noch in der Hand der Führerin. Im nächsten Gang kommt Dax an einen Fasan, den er fest vorsteht. Beim Schuss muss die Führerin einwirken. Der Fasan fällt gleich wieder ein und der Rüde kommt nochmals zum Vorstehen. Aufgrund der Einwirkung beim Schuss und der bei der Suche nötigen Kommandos ein „Gut“ in beiden Gehorsamsfächern. Das Suchen und Bringen einer ausgelegten Ente war korrekt.
Wasser: Der Rüde nimmt das Wasser an und durchstöbert gründlich und ausdauernd die Deckung. Die Schwimmspur der Ente wird bis zum Ufer gearbeitet, wo die Ente über den Damm in den benachbarten Teich gewechselt ist. Der Hund kann die sich drückende Ente greifen und trägt sie der Führerin zu. Bringen Ente mit Schussabgabe sehr gut.

Wasserarbeit: Die Hündin nimmt trotz schwierigem Einstieg sofort freudig das Wasser an, sucht die vorgelagerten Schilfpartien durch und stöbert dann passioniert und ausdauernd weiträumig das dichte Randschilf des großen Teiches ab. Sie drückt dabei mehrfach Enten und Wassergeflügel aus dem Schilf. Da aber der Gruppe 5 kein Schütze zugeteilt worden war, konnte keine Ente erlegt werden und nach gut 20 Minuten wurde diese sehr gute Arbeit durch Werfen einer toten Ente und Schuss beendet. Das Bringen der Ente war gut, Eicka setzte sich nicht richtig.
Feldarbeit: In mehreren langen Suchengängen in Rüben zeigt die Hündin nach verhaltenem Beginn (sie kennt keine Rüben) mit wechselndem Wind insgesamt eine sehr gute Suche mit sehr gutem Nasengebrauch und sehr guter Lenkbarkeit. Sie findet sicher einen Fasan, steht sehr gut vor und ist auch beim Abstreichen gehorsam. Nach dem Schuss benötigt sie aber eine Führereinwirkung, um nicht nachzuprellen, daher Gehorsam am Wild gut. Das Bringen aus der Deckung wird schnell und sicher erledigt.

Auch Esko kam im Vorendscheid unter den letzten 10 Hunden im Ring und bestätigte seinen Formwert V.

Feld: Bei Esko fehlte es von Anfang an bei seinen Suchengängen sichtbar an Temperament. Teilweise trabend konnte er das weitläufige Gelände nicht ausnutzen. Nach Vorstehen von Federwild und Heraustreten durch die Führerin musste auf den Hund beim Abstreichen eingewirkt werden. Hiernach setzte der braune Rüde die Arbeit mit hoher Nase fort. Erneut stand der Rüde kurz vor um dann selber einen Fasan herauszustoßen. Diesen verfolgte er -ohne Reaktion auf das heftigste Einwirken durch die Führerin – hetzend quer über das breite Feld. Der Hund widersetzte sich ebenfalls während eines Suchenganges den mehrminütigen Versuchen der Führerin ihren Kommandos Folge zu leisten. Der Gehorsam mit und ohne Wildberührung genügte nicht den Anforderungen einer IKP.
Das Verlorenbringen wurde nicht mehr geprüft.
Wasser: Nach kurzem Rändern nahm der bildschöne Rüde das Wasser an und schwamm direkt selbstständig Richtung rechtem Schilfgürtel. Schon schnell stieß er auf die Ente, die er lebend seiner Führerin zutrug. Zur Vervollständigung der Prüfung mit Schuss am Wasser wurde ihm eine bereits tote Ente ins Wasser geworfen. Diese brachte der Hund ebenfalls ohne Bemängelung.

Feld: Findus zeigte bei jedem Suchengang sehr selbstständige, den drehenden Wind gut nutzende, weite Suchen. Mit gutem Sprung und der Nase im Wind arbeitete er das Rübenfeld und vergewisserte sich intensiv jeder Witterung. Im nächsten Suchengang stand er einer zuvor betätigten Witterung kurz vor um danach seine Arbeit wieder aufzunehmen. Im letzten Suchengang fand er zweimal Federwild, dem er nach Markieren und Nachziehen vorstand bis es vom Führer herausgetreten wurde. Bei Schussabgabe wirkte der Führer kurz ein. Die ausgelegte Ente wird zügig und fehlerfrei gebracht.
Wasser: Der Rüde nahm das Wasser sofort an und arbeitete zunächst die Witterung der zuvor erlegten Ente auf der offenen Wasserfläche. Nach kurzer Zeit löste er sich hiervon und nahm nach leichter Einweisung den rechten Schilfgürtel an. Er arbeitete zunächst diesen um dann ebenfalls in den ca. 60m gegenüberliegenden Bereich zu schwimmen. Da arbeitete er zum Teil im Wasser nasenmässig rändernd, zum Teil ins Schilf kontrollierend den Bereich großzügig ab. Die Arbeit wurde durch eine sichtig geworfene Ente beendet. Das Bringen konnte nur mit „3“ bewertet werden.

Feld: Im ersten Suchengang zeigte uns die Hündin in einem Luzerneschlag sehr gutes Vorstehen mit Nachziehen bis zum angrenzenden Maisschlag. Leider konnte sie kein Wild zeigen, weil es vermutlich abglaufen war. Die Suche war verhalten und ließ an Selbständigkeit einiges vermissen. Die Führerin wurde von der Richtergruppe darauf hingewiesen. In den weiteren Suchengängen wurde die Suche flüssiger und weiträumiger und konnte mit sehr gut bewertet werden.
Die Hündin stand Federwild sicher vor, der Gehorsam mit und ohne Wild war sehr gut. Das Bringen von Federwild aus der Deckung wurde schnell und ohne Beanstandung erledigt.
Wasser: Die Hündin nahm das ihr zugewiesene Wasser an, durchstöberte die Schilfpartie ausgiebig und folgte der Schwimmspur. Nach einiger Zeit kam die Hündin zur Führerin zurück. Erneut angesetzt, wiederholte sich die zuvor gezeigte sehr gute Arbeit. Die Ente konnte wegen der weiten Entfernung nicht erlegt werden. Eine ins Wasser geworfene Ente wurde bei Schussabgabe sicher gebracht und ausgegeben.

Bei der Formwertbeurteilung erhielt Cyrus den Formwert V bestätigt und kam auch in den Endring der letzten 15 Rüden.

Wasser: An der Schwimmspur angesetzt nimmt der Rüde das Wasser an. Er sucht sehr selbständig den rechten Schilfgürtel ab und überquert die offene Wasserfläche auf die gegenüberliegende Seite. Der Führer muss mehrmals einwirken das der Rüde die gewünschte Richtung im Wasser annimmt. Der Hund stöbert das Schilf sehr gut ab und kommt nicht an eine Ente. Die ausgeworfene beschossene Ente wird korrekt gebracht und ausgegeben.
Feld: Im ersten Suchengang in einem Rübenschlag zeigt der Rüde wie im Wasser eine selbständige Suche, der Führer muss öfters einwirken um die gewünschte Richtung bei der Suche einzuhalten. Es wird mehrfach Wild markiert und der Rüde kommt am Fasan zu einem festen langen Vorstehen. Der Fasan wird herausgetreten und der Rüde zeigt bei abstreichendem Federwild und Schießen absoluten Gehorsam. Beim Weitersuchen kommt der Rüde an einen Hasen und an einem Fasan zum Vorstehen auch hier zeigt er Gehorsam. Auch im nächsten Suchengang im Kleeschlag lässt der Rüde eine raumgreifende und planmäßige Suche vermissen. Die ausgelegte Ente wird fehlerfrei gebracht.

Feld: Im ersten Suchengang kam die Hündin an einem Hasen zum Vorstehen. An diesem Hasen wurde Gehorsam am Wild und Schussruhe beurteilt. Im zweiten Suchengang lief sie eine weiträumige, planmäßige Suche. Bei den Suchengängen konnte man die feine Nase der Hündin gut erkennen. Die ausgelegte Ente wurde schnell gefunden, sauber gebracht und ausgegeben.
Wasser: Die Hündin nahm das Wasser sofort an und stöberte im Schilf. Dabei drückte sie die Ente aufs offene Wasser, diese fand erneut in einem anderen Schilfstreifen Deckung. Auch hier spürte die Hündin die Ente auf und brachte sie lebend. Beim Bringen der ausgeworfenen Ente war die Hündin schussfest, beim Abgeben wurden mehrere Befehle gegeben. Gehorsam: Die Hündin war den ganzen Tag gehorsam und arbeitete sehr gut mit ihrer Führerin zusammen.